Die Soundkarte – Alle Themen und Bereiche auf einen Blick Ein Überblick über die Soundkarten

Mit manchen Soundkarten wird eine sogenannte Spracherkennungssoftware mitgeliefert, die in der Lage ist, die menschliche Stimme zu erkennen und diese in Schrift oder Bewegungen umzuwandeln. Aber man kann diese Software auch nachträglich dazukaufen. Von dieser Spracherkennung gibt es zwei verschiedenen Versionen. Eine dieser Versionen kann das Gesprochenen nur in grundlegende Befehle zur Systembedienung verwandeln, die andere kann sogenannte „Diktate“ schreiben, also die Sprache in Schrift in einem Textbearbeitungsprogramm wie Word umwandeln. Man nennt die erste dieser Versionen auch „Sprachsteuerung“ und die andere „Diktiersoftware“.
Zur Sprachsteuerung:
Sie ist die einfachere der beiden Versionen, da die Software mit einem stark begrenzten Vokabular auskommt. Man kann dabei dem Computer per Sprache „befehlen“, dass er z.B. eine Datei öffnen soll, ohne dass man dabei einen Finger bewegen muss.
Dieses System hat aber den Nachteil, dass, wenn man das Programm im Büro oder am Arbeitsplatz verwendet, es zu einer geräuschvolleren Umgebung kommt und so das Programm wahrscheinlich Probleme bekommt, da von allen Seiten Sprachbefehle kommen.
Dafür bietet dieses Programm für Leute, die teilweise bewegungsunfähig sind, z.B. in der Hand, eine total neue Bedienungsart. Alleine deswegen ist die Weiterentwicklung solcher Programme sehr wichtig.
Hier noch ein Hinweis:
Die Spracherkennungsprogramme sind aufgrund ihres begrenzten Vokabulars etwas eingeschränkt, was die Einsetzbarkeit anbelangt. Diesen Programmen fehlen z.B. Befehle wie „formatiere C“.
Nun zur Diktiersoftware:
Diese Version der Spracherkennung ist sehr viel komplexer. Aufgrund der sehr hohen Variationsbreite der menschlichen Stimme und der Wörter ist es sehr schwer, normalen Sprache in Text umzuwandeln. Deshalb muss fast jede Software dieser Art auf die Stimme des Benutzers abgestimmt und trainiert werden. Dieses Training besteht darin, dass man bestimmte vorgefertigte Wörter vorliest, von denen das Programm weis, was man gerade vorließt. So kann das Programm später bestimmte Wörter mit den gesprochenen verknüpfen.
Die Urteile über solche Programme fallen von jedem Nutzer unterschiedlich aus. Es gibt Nutzer, die sagen, dass Sie den Text diktieren, ohne ein einziges Mal die Tastatur benutzen zu müssen. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Nutzer, die sagen, dass es mehr Umstände macht, die Programmfehler zu beseitigen, als mit der Tastatur zu arbeiten.
Man darf aber nicht vergessen, dass die Technologie der Spracherkennung noch in Kinderschuhen steckt und somit stark von den Schwankungen der menschlichen Stimme beeinflusst ist. Sollte man zum Beispiel krank sein und Schnupfen haben, dann ist die Veränderung des Stimme oft so stark, dass das Programm keinen einzigen Buchstaben mehr versteht. Auch muss man einen schnellen Computer haben, der die Sprache möglichst schnell in Text umwandeln kann, denn wenn die Antwortzeiten länger sind als der Mensch mit dem Sprechern braucht, dann kommt das Programm einfach nicht mehr hinterher.

Video- und Audiokonferenzen sind die aktuellste Neuerung in Sachen Multimediaanwendungen. Diese finden über das Internet statt und finden nun, seit dem erscheinen von dem DSL-Zugang immer mehr Anhänger. Auch hier gibt es zwei Arten. Einmal das Benutzer-zu-Benutzer-System, in dem zwei Nutzer sich gegenseitig austauschen und ein Mehrnutzersystem, in dem mehrere Nutzer rund um den Globus sich auf einmal austauschen können. Wenn man das dann noch in Echtzeit genießt, nennt man das „Streaming“.
Für solche Anwendungen ist eine Soundkarte unverzichtbar. Je nach der Geschwindigkeit der Internet-Verbindung, der Datenkompressionsrate der Software und der Einsatz von Stream-Video mit Sound, schwankt die Ausgabequalität von solchen Online-Konferenzen von mangelhaft bis ziemlich gut.
Aber auch diese Art von Sprachprogrammen ist noch ziemlich jung. Mit der heutigen Standardverbindung von 56 kbps (Kilo-Bits-Per-Second; Kilo-Bit-Pro-Sekunde) ist eine einfache Sprachübertragung schon gut möglich. Ein Video-Streaming würde aber zu sehr vielen Ausfällen und Rucklern führen.

Ein anderes Einsatzgebiet für die Soundkarten ist das Korrekturlesen. Das bedeutet, dass der Computer Worte in Sprache umwandelt. Diese Software kann hervorgehobene Wörter oder sogar eine ganze Datei vorlesen.
Diese Art kann jeder Nutzer selbst nutzen und ich möchte hier keine Hinweise für die Verwendung geben. Finden Sie einfach selbst einen Anwendungsbereich. Denken Sie dabei einfach einmal an Ihre E-Mails.

Ein CD-ROM-Laufwerk kann man auch sehr gut als normalen CD-Spieler verwenden. Man steckt einfach nur den Kopfhörer an den Frontausgang des Laufwerks an oder man hört die Musik über die angeschlossenen Boxen. So ziemlich alle CD-Laufwerke unterstützen heutzutage das Anhören von Audio-CDs. Fast jede Soundkarte kann die analogen Eingangssignale in hörbare umwandeln. Eine Software für diesen Prozess sieht nach außen hin oft wie ein kleines Audiocenter aus und bietet auch dementsprechende Funktionen.

Einen Soundmixer benötigt man immer dann, wenn mehrere Audiofunktionen gleichzeitig über die gleiche Soundkarte auf einem Lautsprecherpaar abgespielt werden sollen.
Über diesen Soundmixer können dann die verschiedenen Audioquellen wie MIDI, WAV, Line-IN und CD auf den Soundausgang gelegt werden. Eine dazugehörige Software besitzt oft einen grafischen Schieberegler, wie man ihn in Musikstudios findet. Über diesen Regler können dann die einzelnen Audioquellen angesteuert werden.

Kommen wir aber nun zur Frage, ob eine Soundkarte wirklich nötig ist!
Viele von Euch werden auf diese Frage antworten: „Auf jeden Fall! Wie soll man denn sonst Musik hören?“
Aber schauen wir uns nun mal den Hintergrund dieser Aussage an:
Sie haben in diesem Artikel und auch in den vorhergehenden vieles über die verschiedenen Möglichkeiten gelesen, mit denen man das „Feeling“ am Computer durch Sound von hoher Qualität bereichern kann. Es ist klar, dass der Sound den Unterhaltungswert von Spielen sowie von Multimedia-Anwendungen für Anwender, die vor allem den Spaß am Computer suchen, steigert. Aber was ist mit den Personen, die den Computer geschäftlich Nutzen.
Es gibt, wie vorher schon gesagt, Anwendungen wie Sprachnotizen oder Audiokonferenzen, die man gewerblich sehr gut nutzen kann. Auch in Schulungen und Ausbildungsumgebungen kann Sound eine wichtige Rolle spielen. Aber es gibt drei Faktoren, die die Anschaffung von Soundunterstützung im Büro erschweren. Das wären:

  • Kosten
  • Produktivität und
  • Geräuschentwicklung

Die Preise, die man für Soundhardware zahlen muss, sind in den letzten Jahren stark gesunken. In der Geschäftswelt benötigt es keine High-End-Audioadapter, sondern hier genügen einfache Soundkarten mit MPC-Spezifikationen.
Einzelne Soundkarten sind nicht sehr teuer. Wenn man aber gleich Hunderte oder Tausende PCs kaufen muss, summieren sich diese kleinen Sümmchen zu ganz erheblichen Summen. Dann muss man auch noch den Service dazurechnen, der die neue Hardware installiert und konfiguriert.
Am einfachsten wäre hier eine Anschaffung eines Computers, in dem die Soundkarte bereits im Mainboard integriert ist, sowie es heute bei vielen Komplett-PCs der Fall ist. Diese Systeme sind in der Regel vorkonfiguriert oder werden spätestens durch die Installation des Betriebssystems automatisch konfiguriert. Somit eliminieren diese Systeme mit integriertem Audiosystem die Kosten der Installation und bieten zudem die grundlegenden Audiomöglichkeiten zu den geringsten Kosten an.
Dann fällt aber die Produktivität der Angestellten ins Licht. Viele Verantwortliche kommen erst in späten Tagen dahinter, wie sich ein unbeschränkter Internetzugang auf die Moral der Angestellten auswirkt. Aber es ist klar, dass Sound und das World Wide Web (www) in der Geschäftswelt einen gewissen Wert haben, aber die Frage, ob die Angestellten diese Möglichkeiten eher als Spielzeug auffassen, bleibt nach wie vor offen.
Eine Antwort darauf zu geben ist nicht sehr einfach. Die Administratoren könnten den Angestellten den Zugang zu den Soundkonfigurationen einschränken. Aber damit ist die Brauchbarkeit der Hardware noch lange nicht eingeschränkt. Die Angestellten könnten sich ohne Probleme Lieder aus dem Internet herunterladen oder selbst aufzeichnen. Hier gibt es nur zwei Möglichkeiten der Abschaffung. Man kann einmal einen Filter für das Internet anlegen, der Musik-Dateien erst gar nicht lädt, oder man vertraut darauf, dass die Dinge im Laufe der Zeit uninteressanter werden und die Angestellten dann wieder produktiver werden.
Das letzte Problem liegt in der Geräuschentwicklung, die durch jeden einzelnen PC verursacht wird. Aber hier hängt das Problem von der Umgebung ab. Personen, die in kleinen Einzelbüros arbeiten, brauchen einen gewissen Geräuschpegel, wohingegen Personen, die in einer Arbeitskabinen arbeiten, der Geräuschpegel tolerabel sein sollte. In einem Großraumbüro dahingegen kann eine solche Geräuschentwicklung ein ernstes Problem darstellen. Eine mögliche Lösung wäre hier ein paar Kopfhörer, die die Angestellten entweder von Zuhause mitbringen oder von der Firma gestellt bekommen. Jedoch entstehen dadurch wieder neue Kosten, für dessen Abschaffung sich aber sicher eine Lösung finden lässt.
Die Administratoren sollten diese Faktoren bei der Anschaffung einer Soundkarte berücksichtigen.

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