Die 3D-Grafikkarten – die Konfiguration von Grafikkarten Wie man eine Grafikkarte optimal einstellt

PCI-Grafikkarten besitzen nicht so viel Konfigurationsprobleme wie die AGP-Grafikkarten. Dafür ist aber auch die Qualität dieser PCI-Karten nicht so gut.
Die meisten Grafikkarten kennt Windows bereits, so dass diese automatisch eingerichtet werden können. Wenn die Grafikkarte allerdings neuer als die aktuelle Windows-Version ist, kann Windows diese schlecht erkennen, da es sie ja noch nicht kennt. Dann muss ein anderer Treiber her. Dieser wird meistens mit der Karte mitgeliefert.
Mit Hilfe dieses Treibers können dann an der Grafikkarte alle möglichen Einstellungen wie Farbtiefe, Auflösung, Bildwiederholungsrate und andere Feineinstellungen vorgenommen werden. Wenige Grafikkarten-Hersteller liefern zudem aber keine Monitortreiber mit, was dazu führt, dass das Bild mit dem Standard von 60 Hz schön vor den Augen herumflimmert. Allerdings werden neuere Monitore dank DDC von Windows automatisch erkannt, so dass eine optimale Bildeinstellung erzielt werden kann.
Wenn unter Windows jedoch nur ein Standard(-VGA)-Monitor unter dem Namen „Unbekannter Bildschirm“ erkannt wurde, so kann man im Menü nichts weiter als die Auflösung und die Bildwiederholrate festlegen. Es muss, um weitere Einstellungen vornehmen zu können auf jeden Fall ein spezieller Monitortreiber vorliegen. Wird dieser nicht automatisch von Windows zur Verfügung gestellt, kann man die Einstellungen von Hand vornehmen und die dem Monitor am nächsten liegenden Einstellungen einstellen. Jedoch braucht es dafür sehr viel Übung, denn man weiß ja nicht, welche Betriebsdaten z.B. ein Monitor von Fujitsu-Siemens oder einer anderen Firma hat.
In dem Betriebssystem gibt es eine versteckte Datei die „MONITOR.INF“ heißt und in der alle möglichen Daten zu den dem Betriebssystem bekannten Monitoren gespeichert sind. Einen Screenshot zu dieser Datei bzw. zu dem Ausschnitt, den ich meine, finden Sie hier. Die Beschreibungen zu dieser Datei finden Sie unten. Der Aufbau verläuft so: in den eckigen Klammern([ ]) steht jeweils die Nummer des Monitors. Direkt darunter steht von Links nach Rechts: HKR,“MODES\auflösung(Bsp. 1024,768 = 1024 x 768)“,Mode1,,“horizontalfrequenz(Bsp. 30.9-90.0 = 30 kHz – 90 kHz),vertikalfrequenz(Bsp. 55.0-160.0 = 55 Hz – 160 Hz),+,+“. Die fettgedruckten Zeichen sind solche, die in der Datei stehen.
Das Beispiel hier würde dann so aussehen:
HKR,“MODES\1024,768″,Mode1,,“30.0-90.0,55.0-160.0,+,+“

Ein aktuelles Problem bei den Grafikkarten stellt die Wärmeentwicklung dar. Das kann bei unbrauchbarer Kühlung nach mehreren Stunden Betrieb zu Bildstörungen oder sogar zum kompletten Ausfall der Karte kommen.
Deshalb besitzen einige wenige Grafikkarten einen Kühlkörper, der den Chip kühlen soll. Andere besitzen nur eine passive Kühlung und die dritte Gruppe überhaupt keine Kühlung. Auch kann es bei der Produktion passieren, dass bei zwei Karten vom gleichen Typ die eine mit einer Kühlung versehen ist, die andere aber nicht.
Es gibt Hersteller, die dieses Problem noch erweitern, indem sie Tools zum Übertakten der Grafikkarte mitliefern. Deshalb ist schon öfter passiert, dass eine Karten auf Taktfrequenzen erhöht wurden, die außerhalb ihrer Spezifikation lagen und sie somit den „Hitzetod“ sterben mussten.
Wenn der Chip während des Betriebs also zu heiß wird, sollte man am besten noch eine zusätzliche Kühlung an der Grafikkarte anbringen oder den PC mit einer so starken Kühlung versehen, die auch die Grafikkarte noch mit kühlt.

Eine Verbindung von einer 2D-Karte mit einer 3D-Karte kann in bestimmten Fällen zu einer schlechten Bildqualität führen. Um diese Qualitätsverminderung zu umgehen, kann man das Monitor-Anschlusskabel umstecken, je nachdem, was man gerade am PC arbeitet. Eine Monitorumschaltbox ist aber nicht zu empfehlen, da innen ein mechanischer Schalter arbeitet, der das Bild stören und auch verfälschen kann.
Deshalb kann man hierfür einen Monitor mit zwei Anschlüssen, einem BNC und einem AGP-Anschluss kaufen. Der BNC-Anschluss eignet sich für die 2D-Karten, der AGP-Anschluss für die 3D-Karten.

Nun noch ein paar Tipps:

  • Alle 3D-Grafikkarten beherrschen die 2D-Funktionen aus dem FF. Dabei profitieren die 2D-Anwendungen von dem groß Bildspeicher.
  • Eine Aufrüstung des Bildspeichers erscheint in vieler Hinsicht sinnvoll, jedoch ist eine neue Karte oftmals billiger und besser.
  • Die Entscheidung, welche Karte die richtige ist, kann man oft anhand eines Bundles (Karte und Spiel zusammen) feststellen.
  • Bei aktuellen Grafikkarten lässt es sich schwer feststellen, ob die Features hardwareseitig unterstützt werden oder durch einen Treiber emuliert werden.
  • Das Übertakten führt selten zu einer Performanceverbesserung, sondern eher zu Bildstörungen.
  • Sollte die Karte bei normalem Betrieb öfters zu Ausfällen neigen, sollte man einen Kühler nachrüsten.
  • Die Grafikkarten müssen normalerweise mit dem Mainboard-Chipsatz übereinstimmen, jedoch lässt sich dieses Problem meist durch Treiber aus der Welt schaffen.

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